Archiv 25. Juni 2018

Die KlimaGut Immobilien AG ist am 18.06.2018 Gründungsmitglied des Vereins Netzwerk Immovielien geworden. Der Verein hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben. Auf seiner Homepage informiert der Verein über seine Ziele und Aktivitäten.

PRESSEMITTEILUNG 25. Juni 2018

Immovielien contra Staats- und Marktversagen in der Bodenpolitik
Verein Netzwerk Immovielien e. V. am 18. Juni 2018 in Berlin gegründet

Knapp 50 Mitglieder aus ganz Deutschland gründeten am 18. Juni 2018 den Verein Netzwerk Immovielien e. V. in der ufaFabrik in Berlin-Tempelhof. Im Netzwerk arbeiten seit 2017 Akteurinnen aus Zivilgesellschaft, öffentlicher Hand, Wirtschaft, Wohlfahrt und Wissenschaft eng zusammen und setzen sich gemeinsam für eine stärkere Gemeinwohlorientierung in der Immobilien- und Quartiersentwicklung ein. Der am Gemeinwohl orientierte Blick auf Themen der Stadtentwicklung und die heterogene Zusammensetzung der Mitglieder sind das Besondere am Netzwerk Immovielien: Die Vielfältigkeit der Haltungen, Diskurse und Formate macht es glaubwürdig innerhalb der Fachwelt, effektiv in der Sache und attraktiv für neue und alte Mitglieder. „Das Interesse, sich auszutauschen und zusammenzuarbeiten, war von Anfang an enorm.“, sagt Jörn Luft von der Bonner Montag Stiftung Urbane Räume, die aktuell die Koordinationsstelle des Netzwerks innehat. „Immovielien-Macherinnen und ihre Partner wollen sich über ihre Bildungs- und Vernetzungsarbeit in Zukunft noch deutlicher in die öffentliche Diskussion einbringen.“

Immovielien – Immobilien von vielen für viele – sind Immobilien- und Quartiersprojekte, die einen dauerhaften Mehrwert für die Gesellschaft und die Nachbarschaft schaffen. Sie entstehen in einem partizipativen und interdisziplinären Entwicklungsprozess, der zumeist von der Zivilgesellschaft vorangetrieben wird. Sie sollen durch die Aktivitäten des Netzwerks gestärkt werden, die von Veranstaltungen und Publikationen über Informations- und Vernetzungsformate bis hin zu konkreten Kooperationen für eine gemeinwohlorientierte Immobilien- und Stadtentwicklung reichen.

In dem neuen Verein kann das Netzwerk Immovielien nun strukturell und finanziell unabhängig weiterwachsen. „Wir freuen uns außerordentlich darüber, dass wir den Verein mit fast 50 Gründungsmitgliedern ins Leben rufen konnten. Die gleiche Zahl von Mitgliedern steht schon in den Startlöchern und will in den nächsten Tagen den Mitgliedsantrag ausfüllen.“, sagt Rolf Novy-Huy von der Hattinger Stiftung trias, der gemeinsam mit Benedikt Altrogge von der GLS Gemeinschaftsbank eG aus Bochum den ehrenamtlichen Vorstand übernehmen wird.
„Nun wollen wir uns so schnell wie möglich über unsere Arbeitsschwerpunkte abstimmen und dann mit einer neuen Koordinierungsstelle in Berlin Fahrt aufnehmen.“, kündigt Benedikt Altrogge an. Vorschläge für mögliche Arbeitsschwerpunkte wurden bereits einige auf der Gründungsveranstaltung gesammelt. Neben öffentlichen und Netzwerkveranstaltungen sollen dabei auf jeden Fall die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Kooperationen von und für gemeinwohlorientierte Akteur*innen in der Stadtentwicklung weiterhin eine bedeutende Rolle spielen.

Für die grundsätzliche Verbesserung von Rahmenbedingungen für eine am Gemeinwohl orientierte Immobilien- und Stadtentwicklung will sich das Netzwerk ebenso weiterhin einsetzen. Spardiktate an der falschen Stelle und mangelnder Reformwille kämen angesichts der angespannten Lage in vielen Kommunen einem Staatsversagen gleich, befanden sowohl Florian Schmidt, Baustadtrat in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, als auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und baupolitische Sprecherin DER LINKEN im Deutschen Bundestag Caren Lay.

Eine kritische Begleitung der bundespolitischen Diskussionen hatte das Netzwerk auch vor der Gründung bereits begonnen. Diese will das Netzwerk auch in Zukunft fortsetzen. Dabei bleibe es wichtig, sich nicht gegenseitig ausspielen zu lassen, merkte Gründungsmitglied Thomas Bestgen von der UTB Projektmanagement GmbH aus Berlin mit Blick auf die erfolgreichen Immovielien-Projekte in der Schweiz an. Viel entscheidender als die Auseinandersetzungen zu der geeignetsten Rechtsform sei nämlich das sichtbare Ergebnis der Immovielienentwicklung für die Menschen im Quartier. Wie diese aussehen kann sei zum Beispiel in der Immovieliensammlung zu erfahren, die ab August auf der Internetseite des Netzwerks zu finden sein wird, kündigte Jörn Luft an, der den Übergang des bestehenden Netzwerks in den Verein bis zum Sommer managt.

Ein Faktenblatt zum Netzwerk Immovielien e.V. finden Sie unter www.netzwerk-immovielien.de/wp-content/uploads/2018/06/Fact-sheet-Netzwerk-Immovielien-180625.pdf

Die Immovieliensammlung finden Sie derzeit unter
www.neue-nachbarschaft.de/immovielien.

Pressekontakt
Jörn Luft
Telefon 0228 / 26716-476
kontakt@netzwerk-immovielien.de
www.netzwerk-immovielien.de
Koordinierungsstelle des Netzwerks Immovielien
c/o Montag Stiftung Urbane Räume
Adenauerallee 127
53113 Bonn

Strategische Partnerschaft von fair-finance und KlimaGut

Die im Eigentum von 18 privaten Gesellschaftern, der deutschen GLS Bank und der Concordia oeco Lebensversicherung stehende fair-finance Holding erwarb Ende Februar 2018 die Aktienmehrheit an der Berliner KlimaGut Immobilien AG. Die verbleibenden 49% an der Gesellschaft befinden sich im Streubesitz von 18 Aktionärinnen und Aktionären, wobei der größte Anteil mit gut 10% auf den Vorstand Fabian Tacke entfällt. Das in Berlin ansässige Unternehmen entwickelt Immobilien nach ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kriterien. Es bekennt sich als einer der ersten Immobilienentwickler in seiner Satzung zum Klimaschutz. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit liegt bei der Entwicklung innerstädtischer Wohnimmobilien.

Damit ist eine starke inhaltliche Nähe zur Wiener fair-finance Immobilien AG, einer 100% Tochter der fair-finance Holding, gegeben, die Immobilienprojekte nach Kriterien bewertet, die weit über die gängigen Bewertungsstandards für Immobilien hinausgehen. So wird gerade das mit dem klima:aktiv Gold-Standard ausgezeichnete Wohn- und Gewerbeprojekt Living Garden in der Seestadt Aspern entwickelt, das über einen Immobilienfonds Teil des EUR 500 Mio. schweren Veranlagungsportfolios der auf Nachhaltigkeit fokussierten fair-finance Vorsorgekasse sein wird. Besonderer Wert wird dabei darauf gelegt, dass sich das Thema Nachhaltigkeit nicht nur auf die Themen Ressourcenschonung und CO2-Emissionen fokussiert, sondern hier der Bogen vom Energieverbrauch über die Baustoffe bis hin zu sozialen und gesellschaftlichen Aspekten gespannt wird.

In Berlin fand fair-finance in dem von KlimaGut entwickelten Immobilienprojekt Schleizer Straße ein erstes Projekt zur Diversifizierung des Immobilienportfolios und gleichzeitig auch einen Anknüpfungspunkt für einen strategischen Schulterschluss der beiden Unternehmen.

Parallelen gibt es auch im Engagement in Richtung neuer, innovativer Zugänge, um nachhaltig ausgerichteten Investoren noch bessere Kriterien und Bewertungsinstrumente zur Verfügung zu stellen. So hat KlimaGut gemeinsam mit CRIC, der Plattform für ethisch veranlagte Investoren, einen Leitfaden für ethisch-nachhaltige Immobilieninvestments entwickelt und am 1. März 2018 in Frankfurt vorgestellt. Der Leitfaden betrachtet den gesamten Immobilienzyklus und seine zehn Perioden, für die er jeweils eine umfassende Analyse soziokultureller, ökologischer und ökonomischer Aspekte vornimmt. Hieraus konnten insgesamt 49 zentrale Nachhaltigkeitskriterien für Immobilien abgeleitet werden.
Und auch bei fair-finance hat man sich der Frage nach Standards für nachhaltige Immobilien gewidmet und einen umfangreichen Kriterienkatalog als eigene Nachhaltigkeitsrichtlinie zur Immobilienbewertung entwickelt, der u.a. auch sozial-ethische Ansätze enthält und in absehbarer Zukunft in einer eigenen Studienreihe als erste Publikation erscheinen wird, die in weiterer Folge so angepasst werden soll, dass auch Immobilienprojekte in Deutschland nach dem „fair-finance Rating“ beurteilt werden können.

Auf dieser Basis sollen in Zukunft nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland Immobilien aus den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Soziales und Kultur mit einem starken Nachhaltigkeitsprofil entwickelt werden. Neben eigenen Projektentwicklungen werden auch Kooperationsprojekte mit gemeinwohlorientierten Initiativen finanziert.

In Zusammenarbeit mit CRIC e.V. hat die KlimaGut Immobilien AG am 01. März 2018 einen Leitfaden für ethisch-nachhaltige Immobilieninvestments vorgestellt.

Pressemitteilung von CRIC e.V. und der KlimaGut Immobilien AG

Leitfaden für ethisch-nachhaltige Immobilieninvestments veröffentlicht

Überblick zu Kriterien und Bewertungsinstrumenten unterstützt verantwortlich Investierende bei Anlagen im Real Estate-Bereich

Frankfurt am Main, den 1. März 2018 – Immobilieninvestments stellen ethisch-nachhaltig ausgerichtete Investorinnen und Investoren vor große Herausforderungen: Eine Vielzahl von Kriterien und Aspekten sind hierbei zunächst zu identifizieren und dann zu berücksichtigen. Um bei diesem Prozess Hilfestellung zu leisten, hat CRIC e.V. gemeinsam mit seinem Mitglied, der KlimaGut Immobilien AG, einen Leitfaden für ethisch-nachhaltige Immobilieninvestments entwickelt, der am 1. März in Frankfurt am Main im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung erstmals öffentlich vorgestellt wurde.

Der Leitfaden betrachtet den gesamten Immobilienzyklus und seine zehn Perioden, für die er jeweils eine umfassende Analyse soziokultureller, ökologischer und ökonomischer Aspekte vornimmt. Hieraus konnten insgesamt 49 zentrale Nachhaltigkeitskriterien für Immobilien abgeleitet werden. Der zweite Teil des Leitfadens nimmt Bewertungsinstrumente unter die Lupe, die in Deutschland genutzt werden und für sich in Anspruch nehmen, die Nachhaltigkeit von Immobilien umfassend zu bewerten. Dabei hat sich gezeigt, dass keines der untersuchten Bewertungsinstrumente alle im Leitfaden enthaltenen Kriterien abdeckt. Vor allem soziokulturelle Aspekte finden bislang wenig Berücksichtigung.

Den Anstoß für die Entwicklung des Leitfadens haben CRIC-Mitglieder gegeben, die sich zudem aktiv in den Prozess eingebracht haben. Die Arbeiten sind jedoch mit der heutigen Veröffentlichung keineswegs abgeschlossen. Vielmehr soll sie einen Startpunkt markieren, um den Leitfaden weiterzuentwickeln und zugleich die Debatte zu verantwortlichen und umfassend nachhaltigen Anlagen im Real Estate-Bereich zu intensivieren und voranzutreiben.

Immobilien wird ein enormer soziokultureller, ökologischer und ökonomischer Wirkungsgrad zugesprochen. Damit birgt diese Asset-Klasse ein großes Potenzial für Investierende, die nicht nur verantwortungsvoll handeln, sondern über ihre Anlageentscheidungen auch gezielt Nachhaltigkeit fördern wollen. Hierzu soll der ‚Leitfaden für ethisch-nachhaltige Immobilieninvestments – Ein Überblick zu Kriterien und Bewertungsinstrumenten für Deutschland‘ einen konkreten Beitrag leisten.

David Reusch, Vorstandsvorsitzender von CRIC

Während mit Blick auf einige Nachhaltigkeitsaspekte, etwa Energieeffizienz, bereits relativ ausgefeilte und erprobte Instrumente und Methoden für Immobilien zur Verfügung stehen, ist bei anderen Themen, etwa Gemeinwohlorientierung und Sozialverträglichkeit oder Boden- und Flächeneffizienz, noch Entwicklungsarbeit zu leisten. Diese möchten wir ausgehend von unserem Leitfaden gemeinsam mit Investierenden und Akteuren aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft angehen.

Fabian Tacke, Initiator und Vorstand der KlimaGut Immobilien AG

Der Leitfaden für ethisch-nachhaltige Immobilieninvestments. Ein Überblick zu Kriterien für Deutschland zum Download

Kontakt: Gesa Vögele, g.voegele@cric-online.org, +49.69.405.66691

Über CRIC:
Das Corporate Responsibility Interface Center (CRIC) e. V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Ethik und Nachhaltigkeit bei der Geldanlage. CRIC verfügt über ca. 100 Mitglieder vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz und operiert als Informationsplattform und Kompetenzzentrum zu Fragen der Ethik und der Nachhaltigkeit bei Geldanlagen. Weitere Informationen unter www.cric-online.org.

Über die KlimaGut Immobilien AG:
Das in Berlin ansässige Unternehmen ist Teil der fair-finance Unternehmensgruppe und entwickelt Immobilien nach ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kriterien. Es bekennt sich in seiner Satzung zum Klimaschutz. Diesen Schritt ging die KlimaGut Immobilien AG als eine der ersten in der Branche. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit liegt bei der Entwicklung innerstädtischer Wohnimmobilien. Immobilien aus den Bereichen Soziales, Kultur und Gewerbeimmobilien erweitern das Portfolio. Weitere Informationen unter klimagut.ag.